Nationalpark Bayerischer Wald

Auf dem Weg zum Europäischen Urwald…

„Natur Natur sein lassen“ lautet die Philosophie. Nirgendwo zwischen Atlantik und Ural dürfen sich die Wälder mit ihren Mooren, Bergbächen und Seen auf so großer Fläche nach ihren ureigenen Gesetzen zu einer einmaligen wilden Waldlandschaft entwickeln. Seit seiner Erweiterung im August 1997 erstreckt er sich mit einer Fläche von rund 243 Quadratkilometern um die Bayerwaldberge Falkenstein, Rachel und Lusen und bildet zusammen mit dem angrenzenden Nationalpark Šumava in Tschechien das größte Waldschutzgebiet Mitteleuropas.

Dem willkommenen Gast bietet sich jetzt ein breites Spektrum an Möglichkeiten, diesen Wald in seiner einzigartigen Form zu erkunden, um die spannenden Prozesse bei der Entstehung einer neuen Waldwildnis mitten in Europa hautnah mitzuerleben.

Naturausstattung

Als Teil des alten Gebirges dominieren die Urgesteine Granit und Gneis. Große Höhenunterschiede (600 ‐ 1453 Meter über ü. NN) und raues, niederschlagsreiches Klima mit schneereichen Wintern sind für die Entstehung von drei natürlichen Waldformationen verantwortlich

  • Bergfichtenwälder in den Hochlagen ab 1.150 Meter Seehöhe
  • Bergmischwälder (Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn) in den wärmebegünstigten Hanglagen
  • Aufichtenwälder in den nassen Talmulden mit nächtlichen Kaltluftstau

Die Tierwelt des Nationalparks umfasst das typische Artenspektrum mitteleuropäischer Bergwälder. Hier leben noch Fischotter, Auerhuhn, Weißrückenspecht, Rauhfuß‐ und Sperlingskauz, und zwischenzeitlich zurückgekehrt sind Luchs und Schwarzstorch. Erfolgreich wieder eingebürgert wurden Uhu, Habichtskauz und Kolkrabe.

Besucherangebot

Wanderwege/Radwege

Über 300 km hervorragend markierte Wanderwege erschließen die charakteristischen
Schönheiten des Nationalparks. Hinzu kommen ca. 200 km Radwege, im Randbereich des Nationalparks Skilanglaufloipen mit Schwerpunkten am Langlauf‐Zentrum Zwieslerwaldhaus und bei Finsterau und ca. 100 km geräumte Winterwanderwege in ortsnahen Bereichen und im Tierfreigelände.

Informationszentren/‐stellen

  1. Das Nationalparkzentrum Falkenstein bei Ludwigsthal mit seinem Besucherzentrum Haus zur Wildnis und das Nationalparkzentrum Lusen bei Neuschönau mit seinem Besucherzentrum Hans‐Eisenmann‐Haus bieten den Gästen mit modernen, hoch interessanten Ausstellungen tiefe Einblicke in die wilde Waldnatur. Umgebende Tier‐Freigelände mit weitläufigen Gehegen und Volieren ermöglichen teils „hautnahen“ Kontakt zu den heimischen Tieren des
    Bergwaldes.
    Zu einem Besuchermagneten hat sich der weltgrößte, barrierefreie Baumwipfelpfad mit seinem 44 Meter hohen Baumturm im Nationalparkzentrum Lusen entwickelt.
  2. Betreute Informationsstellen befinden sich im Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein, im Glasmuseum Frauenau, in Spiegelau und in Mauth.

Naturerlebniswege

Die unbeeinflusste Naturentwicklung lässt sich am besten auf Erlebniswegen beobachten:
In der Bergfichten‐Region auf dem Hochwaldsteig am Lusen, in der Bergmischwald‐Region auf dem Seelensteig am Rachel, in der Aufichtenwald‐Region am Aufichtenwaldsteg bei Spiegelau, in alten Urwäldern auf dem Naturerlebnispfad Watzlikhain bei Zwieslerwaldhaus und im Moorbereich auf dem Erlebnisweg Schachten und Filze oberhalb Buchenau.
Zu einem grenzüberschreitenden Erlebnis wird das Waldgeschichtliche Wandergebiet „Natur und Geschichte erleben“ mit zum Teil zweisprachigen Informationstafeln bei Bucina (Buchwald) an der Ostgrenze des Nationalparks.

Angebot für Kinder

Mit dem Waldspielgelände und seinem einmaligen Naturerlebnispfad bei Spiegelau, dem Wanderpark in Bayerisch Eisenstein und eine ganze Reihe von ortsnahen, kinderwagenfahrbaren Rundwegen und Spielplätzen gibt es ein abwechslungsreiches Angebot für Familien mit Kindern.
Herausragende Jugendbildungsstätten sind das Jugendwaldheim bei Schönbrunn am Lusen und das Wildniscamp am Falkenstein mit angegliedertem Jugendzeltplatz bei Zwieslerwaldhaus.

Führungen

Über das ganze Jahr hinweg finden täglich zu unterschiedlichen Themen und auf die Jahreszeit zugeschnittene Führungen statt.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.nationalpark-bayerischer-wald.de

Kontakt

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau
Tel. (+49) (0) 85 52 96 00‐0
E‐Mail: poststelle@npv‐bw.bayern.de

Nationalparkzentrum Falkenstein
Haus zur Wildnis
94227 Ludwigsthal
Tel. (+49) (0) 99 22 50 0 20
E‐Mail: hzw@npv‐bw.bayern.de

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Nationalparkzentrum Lusen
Hans‐Eisenmann‐Haus
Böhmstraße 31
94556 Neuschönau
Tel. (+49) (0) 85 58 9 61 50
E‐Mail: heh@npv‐bw.bayern.de

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© www.nationalpark-bayerisch.wald.de